Grand Hotel Heiligendamm
Kempinski AG will Markenerweiterung mit Adlon verhindern
(Heiligendamm an der Ostsee/München, 10. Februar 2009) Nach der öffentlich ausgetragenen Trennung von Kempinski und Fundus-Fonds beim Betrieb des Grand Hotel Heiligendamms (wir berichteten) bricht nun ein weiterer Streit zwischen den Hotelpartnern aus. Die Kempinski AG will per Klage verhindern, dass Fundus-Fonds-Chef Anno August Jagdfeld die Marke „Adlon“ auf andere Betriebe, z.B. die sog. weißen Hotelstadt an der Ostsee, übertragen darf. Denn noch sind die Kontrahenten beim Betrieb des Berliner Spitzenhotels Adlon vertraglich gebunden – laut Medienberichten bis 2016 – doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass Jagdfeld sich des Managementpartners entledigen möchte. Beim Berliner Adlon sei das Betriebsergebnis ebenfalls sehr mager, monierte der Immobilieninvestor laut Medienberichten. Bei einer durchschnittlichen Jahresauslastung von 55 Prozent verdiene Kempinski gerade einmal die Jahresmiete in Höhe von zwölf Millionen Euro. Einen Überschuss würden Mieter und Vermieter sich je zur Hälfte teilen. Durch eine erweiterte Nutzung der weltbekannten Hotelmarke „Adlon“ verspricht sich Jagdfeld wohl einiges. Doch schon jetzt ließ Percy Adlon, öffentlichkeitsorientierter Vertreter der Adlon-Erben, verlauten, dass er eine Markenübertragung nicht gutheißen würde. Es ist zu erwarten, dass die Causa Kempinski/Fundus wohl weitere Schlagzeilen bringen wird.
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